Technologie

Videoüberwachung im eigenen Heim mit Reolink

Gründe für die Überwachung des eigenen Grundstücks, Wohnraums, Büros usw. gibt es sicherlich viele. Häufig liegt es an Erfahrungen, die man selbst oder das Umfeld gemacht haben, die den Drang auslösen sich durch Kameras etwas mehr Sicherheit zu schaffen.
Über die Gründe möchte ich hier aber nicht viel schreiben, denn die wird jeder für sich haben. Interessanter finde ich allerdings die Technik zur Überwachung.
Solange man nur eine Kamera für die Überwachung benötigt ist das ganze relativ einfach. Man sucht sich eine Kamera für den gewünschten Bereich (innen /- außen) aus, platziert diese und die Überwachung startet. In etwa so hat es bei mir auch begonnen, doch dann wurden die Orte für die Überwachung mehr und ich benötigte mehrere Kameras.
Wichtig war mir immer, dass die Kamera eine App anbietet die mir eine Benachrichtigung sowie eine E-Mail sendet. Das bieten auch sehr viele Anbieter für ihre Produkte mittlerweile an. Eine Aufwändige Lösung über einen extra Server zur Überwachung wollte ich nicht haben. So kam dann eine Kamera nach der anderen und jede hatte ihre eigene App. Davon war ich dann schnell genervt und wollte lieber alles „aus einer Hand“ haben, um die Komplexität zu verringern.

Der gewachsene Kamerabestand

Zu Anfang setzte ich bei den Kameras auf die bekannte Foscam FI9900P und dazu gesellte sich dann später noch eine Kamera der Marke Littlelf. Beide kann ich an sich empfehlen.
Die Foscam FI9900P ist eine robuste Kamera, die auch für den Außenbereich geeignet ist. Sie hat einen guten Ruf und viele Funktionen, war allerdings auch durch ihre Software, die wohl einige Lücken beim Übertragen von Kennwörtern hatte, schon mal in der Kritik. Trotzdem hat sie eine gute Reichweite, ein gutes Bild und funktioniert einmal eingerichtet problemlos. Die Einrichtung ist dabei allerdings auch nicht so einfach, da sie erst einmal über den Browser mit einem alten Plugin erfolgen muss. Dafür ist also etwas technisches Verständnis möglich.
Die Littlelf Kamera war dagegen sehr einfach in der Einrichtung. Man muss dort nur die richtige App (im Playstore finden sich z.B. zwei Apps, eine davon funktionierte nicht) herunterladen und mit der Überwachungskamera einen Barcode scannen. Danach konfiguriert die Kamera sich selbst und sie kann über die App verwaltet werden. Die Kamera ist aber eher für den Innenbereich gedacht.

Neues System mit Reolink

Meine Anforderungen änderten sich später allerdings. Nun suchte ich ein System das folgendes abdecken konnte:

  • Kameras für den Innen- sowie Außenbereich
  • Möglichkeit zur Nutzung von Kameras ohne Stromanschluss
  • Eine App zur Steuerung mehrerer Kameras
  • Einfache Verwaltung über die App
  • Benachrichtigungen über App
  • E-Mail Versand von Fotos bei Alarmauslösung
  • Nachtsichtfunktion (Infrarot)

Bei der Suche bin ich dann auf die Produkte von Reolink gestoßen. Diese Marke bietet diverse Kameras für unterschiedliche Einsatzzwecke an. Zusätzlich gibt es hier bei einigen Kameras die Möglichkeit ein Solarpannel zur Stromversorgung anzuschließen. Gerade diese Funktion sticht von anderen Anbietern heraus. Ein Solarpannel ist dabei auch nicht zu teuer und versorgt die Kamera zuverlässig mit Strom, so dass es keine Ausfälle gibt. Bisher hatte ich selbst im Winter und bei sehr trübem Wetter nie das Problem, dass der Akku bei der Kamera leer war.

Die App

Hinzufügen einer neuen Kamera
Hinzufügen einer neuen Kamera

Die App von Reolink ist übersichtlich aufgebaut. Interessant finde ich dabei, dass man sich nicht richtig anmelden muss, um sie zu nutzen. Foscam und Littlelf verlangen z.B. ein Benutzerkonto damit die Kameras in der App eingerichtet werden können.
Um eine Kamera hinzuzufügen kann der QR-Code, der auf jeder Kamera vorhanden ist, genutzt werden. Sollten die Kameras bereits einmal in das WLAN Integriert worden sein, dann kann man auch alle Kameras im Netzwerk anzeigen lassen. Diese Funktion ist z.B. beim Wechsel eines Smartphones interessant, wenn man keinen Reolink Account verwendet. Dadurch muss man die Einstellungen der Kameras nicht noch einmal neu vornehmen.

 

In der Übersicht bekommt man dann alle eingerichteten Kameras angezeigt und kann sich die gewünschte Kamera aufrufen. Je nach Gerät kann man dann auch den Akkustand sehen, die Kamera als Gegensprechanlage nutzen usw…

Übersicht Kameras
Übersicht Kameras

Die Benachrichtigungen können pro Kamera aktiviert und deaktiviert werden. Das ist sehr sinnvoll, da man eventuell nicht immer jede Kamera aktiv haben möchte. Es gibt vielleicht Orte an denen selten jemand ist und die dauerhaft überwacht werden. Dann gibt es andere Orte an denen ständig jemand darum läuft, die aber nur selten überwacht werden müssen, z.B. wenn man gerade im Urlaub ist.

Die Empfindlichkeit der Kamera, ein Zeitplan für die Überwachung und Bereiche, die nicht beachtet werden sollen, lassen sich natürlich auch definieren.
Mittels Privatzonen lassen sich auch gewünschte Bereiche ausblenden (schwärzen).

Mit der App bin ich im Vergleich zu anderen Anbietern sehr zufrieden. Keine nervigen Passwortabfragen und bisher hatte ich auch noch keine Verbindungsabbrüche,

Abstürze usw.

PIR Bewegungserkennung
PIR Bewegungserkennung

Die Kameras

Wichtig sind natürlich auch die Kameras. Mit der Qualität bin ich sehr zufrieden. Aus meiner Sicht dürften die meisten Anwendungsfälle von den nachfolgenden zwei Modellen abgedeckt werden können.

Reolink E1 Pro für den Innenbereich

Reolink E1 Pro
Reolink E1 Pro

Die Reolink E1 Pro ist gut für den Innenbereich geeignet. Sie bietet eine Auflösung von 4MP, lässt sich schwenken und neigen. Die Steuerung ist über die App möglich.
Sie bietet zusätzlich:

  • Zwei-Wege-Audio
  • Nachtsicht
  • Sirene
  • Vor-Aufzeichnung (4 Sekunden vor Auslösung)
  • Speicherung auf Speicherkarte
  • Anbindung an Reolink NVR (Falls es doch mal ein komplexeres System mit Server werden soll)
  • Kompatibilität zu Google Assistant und Alexa

Die Bildqualität der Kamera ist durch die 4MP HD-Qualität wirklich sehr gut. Gerade wenn man einen größeren Bereich zu beobachten hat in dem die Kamera immer mal anders ausgerichtet werden soll, dann ist die Schwenkfunktion sehr nützlich. Die Kamera kann auch einfach über Kopf an der Decke installiert werden.

Reolink Argus 2 für Außenbereich (auch ohne Kabel)

Reolink Argus 2
Reolink Argus 2

Die Reolink Argus 2 ist gut für den Außenbereich geeignet, in dem kein Stromanschluss zur Verfügung steht. Die Stromversorgung erfolgt über den Akku der über das Solarpanel geladen wird. Falls doch ein Stromanschluss zur Verfügung steht kann sie natürlich auch über ein einfaches USB-Netzteil (Smartphoneladegerät) und einem USB-Kabel betrieben werden.
Weitere Funktionen:

  • Full HD Auflösung
  • Zwei-Wege-Audio
  • IP65 Wetterfest
  • 130° Weitwinkelsicht
  • Batterie-Benachrichtigung (wenn der Akku fast leer ist. Kam bei mir noch nie vor durch das Solarpanel)
  • Sternenlicht Nachtsicht (farbiger Nachtsichtmodus)

Die Kamera lässt sich durch das Solarpanel fast überall platzieren. Wichtig für die Benachrichtigung ist natürlich ein vorhandenes WLAN-Netzwerk in Reichweite. Das dürfte leider in den meisten Fällen die größte Einschränkung sein.
Die Kamera kann durch den Akku aber auch im Haus eingesetzt werden, falls es z.B. eine Stelle ohne Steckdosen gibt, die trotzdem überwacht werden soll. Hier muss man dann allerdings die Kamera immer mal abnehmen und aufladen. Das ist aber relativ einfach, da diese z.B. auf einer Art magnetischer Kugel montiert werden kann. Dadurch lässt sie sich sehr leicht ausrichten und einfach abnehmen.

Reolink Argus 2 mit Solarpanel
Reolink Argus 2 mit Solarpanel

Es gibt noch viele weitere Modelle die je nach Anwendungsfall eventuell sinnvoll sind. Einige davon unterstützen die Anbindung des Solarpanel (kann einzeln nachgekauft werden). Ich finde dieses Solarpanel extrem nützlich. Es ist nicht zu groß und Wetterfest. Es macht den Aufbau der Kamera einfach flexibler.

Ich selbst bin sehr zufrieden mit dem System. Ich habe eine Auswahl aus vielen verschiedenen Kameras zur Verfügung und kann diese über eine App verwalten. Wenn ich möchte, dann kann ich viele dieser Kameras auch noch an einen sogenanntes NVR (Netzwerkvideorecorder) System anbinden. Das ist mir persönlich aber zu komplex, mir ist die App bisher total ausreichend.

Wie sind eure Erfahrungen mit Überwachungskameras? Gibt es Themen dazu die ich noch einmal genauer beschreiben sollte? Stellt mir gerne eure Fragen 🙂

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